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Es war ein Tag im August des Jahres 1999, ich war auf Ibiza. Als erstes packte ich meine Flip-Flops aus und lies die spanische Sonne auf mich einwirken ganz schnell fühlte ich mich gelassen und entspannt. Ja schon fast wie ein echter Ibizenko. Ein Freund sagte vor meinem Abflug noch ich müsse unbedingt eine Nacht im Amnesia verbringen und einen eisgekühlten Cocktail Namens „Coco Loco“ getrunken durch einen Strohhalm auf mich und meine Seele einwirken lassen. Er erwähnte noch, dass dort alles drin wäre was ein Cocktail noch neben den üblichen Dingen so benötigt. Damals verstand ich überhaupt nicht was er damit meinte.
Eines Abends hielt mein Taxi vor einem Gebäude mit der Aufschrift „Amnesia“. Die Parkwächter trillerten auf ihrer Pfeife herum und schrieen pausenlos „venga, venga“. Ich schloss mich der ankommenden Menschenmenge an und wenige Minuten später stand ich endlich in dem Club den ich vorher nur aus Erzählungen kannte. Ich stand auf der Terrasse und die Menschenmenge tobte an der Wand hing die Aufschrift des Mottos der Party „La Troya Asesina"

Hinter der Bar standen zwei Barkeeper. Der eine hatte sich als Frau verkleidet, er hatte sich Plastiktitten umgeschnallt und trug eine schwarze hautenge Leggings mit gelben Streifen und darüber eine grüne Unterhose. Er war an beiden Armen tätowiert und er trug ein Ketten ähnliches Halsband. Der andere war nicht ganz so extrem bekleidet aber von Normalität wie ich sie vor meinem Inselbesuch kannte konnte auf keinen Fall die Rede sein. Freundlich und mit einem herzlichen Lächeln bestellte ich meinen ersten Drink. Mit den Worten: „un cocoloco por favour“. Der mit den Plastiktitten schien mich verstanden zu haben und antwortete mir während er den Drink zubereitete: „Jede Sekunde, je länger ich brauch, desto besser wird er.“
Der Drink wurde mir, auf eine so herzliche freundliche Art und Weise serviert wie ich sie vorher noch nie erlebt hatte. Nach meinem ersten Schluck wurde mir ganz anders und nachdem sich in meinem Glas nur noch zwei fast schon geschmolzene Eiswürfel befanden, wurde mir eins klar: Ibiza muss man erlebt haben. Ich stellte mein Glas ab und steuerte Richtung Tanzfläche. Der DJ schaltete die Eiskanone ein. Wenige Sekunden später erreichte mich der Eiskalte Nebel er blies durch meine Flip Flops hindurch und kühlte meinen ganzen Körper.Die Menschenmenge tobte, mir kam es so vor als wäre ich und all die anderen ein Teil vom Amnesia.
Ich fühlte mich befreit und gelassen wie noch niemals zuvor und schwebte zurück zur Bar. Die zwei hinter der Bar lächelten und mir kam es so vor als hätten sie mich schon erwartet. Wenige Sekunden später stand mein zweiter „CocoLoco“ auf der Theke. An den restlichen Abend kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich weiß nur das es auf einmal hell war und mich irgendwelche ibizenkos auf der Bora Bora Tanzfläche umarmten und mir dankten weil sie mit mir einen unvergesslichen Morgen auf der Afterhour im Space erlebt hatten. Die restlichen Stunden sind Geschichte…
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